Schäkel

Schäkel DIN 82101 mit Augbolzen
Hochfester Schäkel in Omega-Form mit Augbolzen
wide body Schäkel für Rundschlingen und Grummets
Sonderschäkel zum Setzen von Spundwandbohlen

Schäkel

(umgangssprachlich auch Kuhmaul oder Schäkelhaken genannt) sind in  U-Form oder  Ω-Form gebogene Bügel, die mittels Steck- oder Schraubbolzen verschlossen werden können. So verschlossen, dienen sie dann z.B. zur Verbindung des Anschlagmittels mit der Last oder zur Kopplung zweier Anschlagmittel. Weitere Verwendung finden sie als Anschlagpunkt - der Schäkelbolzen wird durch eine Bohrung am zu hebenden Bauteil gesteckt, der Haken des Anschlagmittels kann in den Schäkelbügel eingehängt werden.
Durch die Formgebung sind Schäkel sehr variabel einsetzbar. 

Auf dem Markt sind Schäkel unterschiedlicher Werkstoffe und Güten erhältlich. 

Schäkel DIN 82101 

entsprechen der Güteklasse 5.  Dementsprechend sind die Abmessungen und damit verbunden auch die Stückgewichte höher als bei den hochfesten Schäkel DIN 13889 mit vergleichbarer Tragfähigkeit. Die größer dimensionierten Bolzen entschärfen jedoch das Problem der "scharfen Kante" insbesondere beim Einsatz mit Drahtseilen.

Hochfeste Schäkel

in Güteklasse 8 zeichnen sich durch eine kompakte Bauform und ein geringeres Eigengewicht aus.

Insbesondere für den Einsatz mit Rundschlingen und Grummets sollten Sie die Variante wählen, die ihr Anschlagmittel durch den speziell ausgeformten Bügel vor scharfen Kanten schützt. Diese Version finden Sie am Markt als "wide body Schäkel" oder  "sling protect Schäkel". Auch diese Schwerlastschäkel werden in Güteklasse 8 gefertigt.
Eine weitere Sonderbauform sind die Spundwandbohlenschäkel - speziell für das Setzen von Spundwänden konzipiert. Durch den speziell konstruierten Bolzen mit Bajonette-Verschluss ist ein schnelles Öffnen und Schliessen möglich. Schäkel dieser Bauform sind aber für allgemeine Hebeanwendungen nicht zugelassen.

Bitte achten Sie bei der Auswahl auf ausreichend dimensionierte Bolzen-Ø, damit ihr Schäkel nicht zur scharfen Kante für das Anschlagmittel wird.

Anwendungshinweise:

 .

 

Einsatz in geradem Zug entlang der Symmetrielinie des Schäkels.

 .

 

Schäkel steht schräg zur Symmetrielinie der Last.

 .

 

Schäkelbolzen bildet das Gelenk zur Einstellung des Anschlagwinkels.

 .

 

Schäkelbolzen und Anschlagpunkt werden auf Biegung beansprucht.

 .

 

Schäkelbolzen liegt zentrisch auf.
Symmetrische Lastverteilung auf beide Stränge im Schäkelbügel.

 .

 

Last kann beim Gleiten den Schäkelbolzen lösen.

Folge: Lastabsturz!

 .

 

Schäkelbolzen liegt zentrisch auf.
Symmetrische Lastverteilung auf beide Stränge im Schäkelbügel.
Max. zulässiger Neigungswinkel 60° wird eingehalten.

 .

 

Schäkelbolzen wird in der Öse gehalten.
Anschlagmittel gleitet über den Schäkelbügel.

 .

 

Last kann beim Gleiten den Schäkelbolzen lösen.

Folge: Lastabsturz!

Normen:

Geschmiedete Schäkel für allgemeine Hebezwecke - Gerade und geschweifte Schäkel - Güteklasse 6 - Sicherheit
Einzelteile zum Heben, Schleppen, Zurren - Schäkel, gerade - Unlegierter Qualitätsstahl
Ladegeschirr - Zubehör- und Beschlagteile zum Heben und Zurren - Ladeschäkel

Markierung:

Herstellerkennzeichen
CE-Zeichen
WLL

Sicherheits-koeffizient:

5

Prüfpflicht:

Entsprechend der DGUV Regeln 100-500 (früher BGR 500)  - Betreiben von Arbeitsmitteln - unterliegen auch Schäkel der regelmäßigen Prüfpflicht.
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass Lastaufnahme-einrichtungen in Abständen von längstens einem Jahr durch einen Sachkundigen geprüft werden.
Je nach den Einsatzbedingungen der Lastaufnahme-einrichtungen können Prüfungen in kürzeren Abständen als einem Jahr erforderlich sein. Dies gilt z.B. bei besonders häufigem Einsatz, erhöhtem Verschleiß, bei Korrosion oder Hitzeeinwirkung oder wenn mit erhöhter Störanfälligkeit zu rechnen ist.